Hilfe, ich habe Kunstaminmangel
Eine weit verbreitete Erscheinung in diesen dunklen Wintertagen ist der „Kunstaminmangel“- diese nicht ganz ernst gemeinte Bezeichnung äußert sich im Alltag als Müdigkeit, Langeweile und Lustlosigkeit.
Wie wäre es denn, sich jetzt mit Malerei und Kunst zu beschäftigen?
Sich einmal Gedanken über die Phantasie zu machen?
Gedanken zu eigenen Gestaltungsideen.
Gedanken zu den Ideen der anderen Kursteilnehmer.
Gedanken zu wichtigen Kunstwerken aller möglichen Epochen.
Gedanken in Skizzen, in Wort und Bild festhalten.
Nachzuvollziehen, wie ein Bild entstanden ist, was der Erschaffer eines Bildes gedacht, gefühlt und wie er es gemacht hat, kann spannend wie ein Krimi sein.
Genauso spannend und motivierend war es, eigene Bildvorstellungen zu realisieren.
Übertreffen Sie sich selbst, probieren Sie etwas neues aus und verfolgen Sie Ihr Ziel so lange, bis es gelingt und genießen Sie dann die Freude und den berechtigten Stolz an Ihrem eigenen Werk!
Verleihen Sie Ihrer Phantasie Flügel. Das vertreibt die Langeweile und die Lustlosigkeit.
Die Flügel durch Red Bull sind nur eine Erfindung der Werbung!
Kommen Sie unverbindlich zu einem Malkurs von Hubert Engels in die Kulturscheune „C´est la Vie“ in Issum- Sevelen, Feldstr. 14. Dort wird in kleinen Gruppen mit maximal fünf Teilnehmern gemalt. Trauen Sie sich … und ade mit dem „Kunstaminmangel“! Immer Mi. o.Do. 19-21.00 u. Sa. 12-14.00h.
Die Schnupperstunde ist kostenlos!
Weitere Informationen finden Sie auf unserer neu gestalteten Homepage www.cestlavie-sevelen.de unter „Kunst Atelier“ ODER unter Tel. 0177 357 666 7.
v.l.n.r.: Karla Giavarra, Liss Steeger (sorgte für die Koordination), Christiane Wedershoven, Jutta Voortmann, Andrea Kunert, Norbert Kehren, Renate John, Beate Schindler (Kult-Redakteurin), vorne Jordi Preußer mit Didgeridoo, nicht im Bild Hubert Engels
Kulturverbund mit „Die Farben der Traumzeit“
GELDERN Der Kulturverbund Niederrhein e.V. hatte am 29. August 2010 zu einer Ausstellung in den Gemeindesaal der evangelischen Kirche eingeladen. Unter dem Motto „Kultur verbindet, wir sind Verbündete“ zeigten sieben Mitglieder des Vereins ihre Gemälde und Kunstobjekte.
„Die Farben der Traumzeit“ nennt Renate John ihr Australien-Werk, das einen regelrechten Blickfang im Gemeindesaal darstellte und auf das Thema hindeutete. Die Ureinwohner Australiens, Aborigines, malen aus der Vogelperspektive und haben so seit Urzeiten Symbole verwendet und Bilder wie Landkarten gelesen. Diese Eigenschaft hat die Kapellenerin auf ihren Garten übertragen, den sie mit Erdfarben ocker, umbra, weiß und schwarz symbolhaft darstellte. Die Besucher wurden aufgefordert, Glückssteine zu bemalen, die Eingeborene seit vielen Tausend Jahren verwenden. „Der Stein schützt die Person, die ihn erhält, vor bösen Geistern und bringt dem Schenkenden viel Glück.“ 
Auf eine Klangreise entführte Jordi Preußer aus Geldern mit dem Didgeridoo, das er seit Mitte der 90er Jahre beherrscht und sogar selbst dazu Kurse in Krefeld gibt. Er umschmeichelte die westlichen Ohren allerdings nicht mit traditionellen Stücken, die allein den Ureinwohnern vorbehalten sind.
Mit einer überdimensionalen großen Leinwand an den Fahnenmasten vor dem Gebäude machte Hubert Engels auf die Aktion des Kulturverbundes aufmerksam. Das schwarz eingefärbte Leinen hatte er mit den allegorisch dargestellten Sternzeichen, wie sie am Abendhimmel zu entdecken sind, bemalt. Dazu zeichnete er die zu Figuren gewordenen Sternzeichen, ergänzt um einen Sterngucker. Im Gemeindesaal selber stellte er zwei Gemälde aus, bei denen er mit Ölfarbe und Wasser, die von Natur aus Feinde sind, experimentiert hat. Den sich daraus ergebenden Zufall hat er in Richtung engelgleicher Gestalten gesteuert.
Jutta Voortmann, die zusammen mit Karla Giavarra die Galerie Glockengasse (donnerstags 10 bis 18 Uhr geöffnet) betreibt, hat sich von exotischen Auslandsreisen zum Amazonas in Brasilien und auch vom Urlaub in Andalusien inspirieren lassen. „Die Würfel sind gefallen“ nennt sie ihr mitgebrachtes Acrylwerk. „Wofür auch immer“, ergänzte sie und meinte damit vielleicht, dass nach den Herbstferien das Dot-Painting in der Galerie in Kursen fortgesetzt wird. 
Ihre Vielseitigkeit stellte Karla Giavarra sowohl mit Acryl- als auch mit Aquarell-Malerei unter Beweis. „Meine abstrakten Personen können auch Zähne sein“, schmunzelt sie und überlässt auch ihr Kashba-Aquarell der Fantasie des Betrachters. Klar erkennbar hingegen war ihr Aquarell Kloster Kamp. In ihre australischen Werke hat sie sogar australische Erde eingespachtelt.
Die Gelderner Künstlerin ließ Finger- zu Fußfarben werden, mit denen der Weg vom Gemeindesaal zur Galerie Glockengasse von Andrea Kunert gelaufen wurde. Das machte den Beteiligten sichtlich Spaß, aber der Regen spülte die gelbe Farbe schnell wieder davon. Kunert, die an diesem Wochenende auch mit Bildern auf der Rheinischen Landesausstellung in Krefeld vertreten war, malt nur noch abstrakt. Sie stellt ebenfalls in der Galerie Schwanenmarkt zusammen mit dem Krefelder Kunstraum aus. In Spachteltechnik mit Naturschiefer entstand ihr Werk „Zwischenwelten“, in das sogar Zimtstangen eingearbeitet waren.
Nach wie vor entfaltet Christiane Wedershoven ihre Liebe zu Collagen auf immer neue Arten. Sei es als „Licht und Schatten“, in dem sie Afrika-Erlebnisse verarbeitet hat oder als Diptychon, bei dem sie Teile einer alten Tür mit Mauerwerk eingeflochten hat. Collage heißt für sie, dass in einem Gemälde ein fremdes Teil, was auch eine Fotografie sein kann, enthalten ist.
